Tag 1 ;)

So, der erste Tag ist also ‚geschafft‘.

Im Grunde lief alles sehr unspektakulär und ’normal‘ – sprich keine starken Nebenwirkungen. Das einzige, was ich am Nachmittag deutlich gespürt hatte war eine Müdigkeit, die mich auch gleich zu einem zweistündigen Nickerchen bewegt hat 😉 Mach ich sonst eigentlich nicht, aber heute sollte es so sein. Und das obwohl es keine unangenehme Müdigkeit im Sinne von betäubt gewesen ist. Eine weitere ‚Besonderheit‘, die mir aufgefallen ist, sind Schmerzen (oder eher Zwicken, kleine Krämpfe?) in den Beinen – hauptsächlich um die Knie herum. Das klingt für mich aber so absurd als Nebenwirkung, dass ich das mal als Dummsinn und zu genaue Betrachtung meines Körpers eintüte 😉

Ansonsten – nix; kein Schwindel, keine Benommenheit, keine Magen/Darm Probleme, usw. Also eigentlich nichts von dem, was ich sonst von SSRIs oder triziklischen Antidepressiva kenne, wenn man beginnt. Tja, Baclofen gehört halt nicht zu diesen Arzneigruppen.

Das finde ich schon mal richtig gut, denn wie im – ich glaube vorletzten – Blogeintrag zu lesen war, habe ich sehr gerne Angst vor Medikamenten und deren Nebenwirkungen ;). Das ist natürlich kontraproduktiv, wenn man irgendwie etwas davon haben will.

Ich habe das Glück persönlichen Kontakt zu zwei Personen zu haben, die schon einige Monate Baclofen einnehmen. Einer seit gut einem Jahr und der andere 7-8 Monate. Beide sagten mir, dass ich am Anfang mit hoher Wahrscheinlichkeit sowieso nichts merken werde, also auch keine Nebenwirkungen. Die Müdigkeit vergeht wieder, wenn man Baclofen länger nimmt – so die einhellige Meinung. Soweit passt es erstmal.

Tja, und nun? Ich weiß es nicht. Im Moment bin ich müde und werde wohl gleich den Kasten hier ausmachen ;).

Was ich allerdings ‚witzig‘ finde und worauf ich wirklich sehr gespannt bin, da ich nach wie vor große Hoffnung in Baclofen habe: Die Depressionen, die auch ich öfter mal verspüre, selbst wenn die Angst immer mein größtes Problem ist, die sollen zuerst verschwinden. Und das sogar innerhalb überschaubarer Tage. Da bin ich wirklich gespannt, wie ich mit Müdigkeit eine Depression verdrängen kann. Vielleicht schlaf ich die platt? :>

Das alleine wäre ja eigentlich eine Sensation, denn viele Menschen leiden unter Depressionen und brauch lange Medikamente, bis sich wirklich was ‚tut‘. Und SSRIs, die gerne gegen Depressionen eingesetzt werden, fangen bei vielen an nach einigen Wochen/Monaten nicht mehr so gut zu wirken, wie am Anfang. Es hört nicht auf zu helfen, aber wer gerne eine noch stärkere Unterstützung durch das Medikament erhofft hatte, wird dann gerne durch eine Verringerung der Wirkung zusätzlich enttäuscht.
Hier bei Baclofen bin ich wirklich gespannt, in wie weit das auf mich wirkt. Ich vermute es ist, wenn es dann auch positiv auf die Angst wirkt, eh nicht mehr zu trennen, denn wenn die Angst weniger werden würde, wäre ich sofort weniger Depressiv.

Ich bin jedenfalls schon mal froh, den ersten Tag so ’stressfrei‘ hinter mich gebracht zu haben und bin guter Dinge für die nächsten. Ich bin gespannt!

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