Back to the roots, oder was soll das hier eigentlich…….

„Ach“, werden einige sagen, „der lebt noch?“ – Ja, so gerade 😉
Wie auch immer, ich dachte mir, es wäre Zeit für ein Update:

Methylphenidat ist bestimmt eine tolle Sache, aber bei mir brachte es nichts ausser Bauchschmerzen. Ich habe noch viel dazu gehört und gelesen und es scheint, als wäre ich auch nicht mal ein Sonderling, dass mph bei mir nicht wirkt. (Also immerhin bin ich deswegen kein Sonderling 😉 ). Alternativen wie Amphetaminsaft und/oder Strattera habe ich nicht probiert. Ob ich das schade finden soll? Ich weiß es nicht.

Was man aber in jedem Fall sagen kann ist, dass meine Ängste einfach mein größeres Problem sind. Die ADHS typischen Probleme kenne ich zwar zu genüge, aber darunter leide ich nur zweitrangig. Sicher ist beides miteiander verstrickt, aber nur eines macht mich richtig kaputt.

Warum also ‚Back to the roots‘?

Wer aufmerksam meinem Geplappere gefolgt ist, der hat auch ein besonder wichtiges und auffälliges Erlebnis vor einigen Jahren zu lesen bekommen. Ich habe für einen kurzen Zeitraum von ca. 4 Wochen vollkommen symptomfrei gelebt. Eigentlich ständig damit beschäftigt zu beobachten, dass es partout nichts mehr zu beobachten gab. Völlige Entspannung usw. Hier eine kurze Beschreibung aus Herr Kern besitzt ‘nen Pudel :

…., aber es gab ein einziges Mal in den letzten 25 Jahren, in denen ALLES – und das meine ich auch so – wieder gut war: Ich hatte KEINE Angst mehr, ich war die Ruhe selbst. Es kreisten keine unendlichen Gedanken durch meinen Kopf, ich war hoch konzentriert und das ewige innere Kribbeln war schlicht WEG. Ich habe Abends manchmal für ne Dreiviertelstunde im Garten auf nem Stuhl gesessen und einfach in die Luft geguckt (da war nix!) und mich dabei ‘beobachtet’ wie entspannt ich bin. Eine unglaubliche Phase von 3-4 Wochen. Ca. 6 Jahre her. In dieser Zeit habe ich sogar vollständig aufgehört an meinen Fingernägeln zu kauen – und das mache ich immerhin seit locker 35 Jahren…. Es ergab sich z.B., dass sich in dieser Phase ein alter Freund bei mir gemeldet hatte und fragte, ob er sich unseren Transporter ausleihen könnte, er wollte aus der Nähe von Hamburg ein Fahrrad für seine Mutter abholen. Ich fragte nur, wann er den haben wollte und nach der Antwort fragte ich einfach, ob er was dagegen hätte, wenn ich ihn abhole und wir zusammen nach Hamburg fahren (gute 120 km)….

Wenn man bedenkt, dass ich schon zu dieser Zeit das Haus seit Jahren nicht alleine verlassen konnte (und wenn NUR mit meiner Frau), dann dürfte man die Skepsis des besagten Freundes erahnen können. Noch mehr, denn jeder wusste auch mit meiner Frau war es fast unmöglich nur den Stadtrand zu verlassen. Eine Fahrt nach Hamburg war eine grössere Katastrophe.

Nun gut, natürlich freute er sich, denn letztendlich konnte eh keiner richtig nachvollziehen, was diese Krankheit bedeutet und eine Spontanheilung – ja warum nicht. Der Petrocelli war ja irgendwie nie richtig krank. Nichts faulte, alle Beine und Arme dran und ne Augenklappe hat er auch nicht.

Wer nur ungefähr die Lebenssituation kennt in der ich mich auch damals befand, wird das ganze genau wie ich als ein ‘Wunder’ betrachten müssen. So habe ich es damals gesehen. Denn die Fahrt nach Hamburg hatte sogar Spass gemacht. Keine Angst, kein Stress. Nur eine nette Fahrt mit einem guten Freund.

Tja, meine Theorien dazu brachten mich ja auch auf ADHS usw. Da Methylphenidat aber nun offensichtlich nicht mein Problem löste, aber das ‚Erlebnis‘ von damals für mich nach wie vor ‚echt‘ ist, suchte ich nach weitere Gründen, warum Trevilor für kurze Zeit wirkte und dann nicht mehr. Wundersamer Weise ja auch viel ‚zu schnell‘, denn der Hersteller selbst spricht von gut 2 Wochen, bis man überhaupt was Positives merken soll. Also alles sehr paradox.

Ich habe mich vor kurzem aber gefragt, ob es vielleicht mit dem Medikament zu tun hatte, das ich direkt davor genommen habe. Und das die Kombination der ‚Trick‘ war. Schließlich bleiben einige Medikamente noch wesentlich länger über das Serum dem Körper zu Verfügung als es vielleicht eine Halbwertszeit von einigen Stunden vermuten lässt. Ich fragte also bei meinem damaligen Neurologen nach und erfuhr, dass es ‚Insidon‘ war (Opipramol). Es war damals so, dass ich Übergangslos von Insidon auf Trevilor umgestiegen bin, was einer gewissen ‚gleichzeitigen Medikation‘ entsprechen dürfte. Also habe ich mich zu meinem Neurologen aufgemacht und ihn danach gefragt.

Seine Notizen bestätigten die Erinnerung, dass ich beides direkt hintereinnander genommen habe. Auch bestätigte er, dass Insidon noch länger als nur einige Tage dem Körper zur Verfügung stand. Obwohl er damals nur von einem ‚Honeymoon-Effekt‘ beim Trevilor ausgegangen ist, als es wieder schlechter wurde (er notierte bei meinem Besuch während der ‚guten‘ Phase mit Trevilor eine deutliche Verbesserung meiner Erscheinung und Stimmung), gefiel ihm diese ‚Idee‘ so gut, dass er es für eine mögliche Erklärung hält, auch wenn Sie ihm damals nicht eingefallen ist. Es wäre ungewöhnlich, sich eine so deutliche Verbesserung ‚einzubilden‘, deshalb vermutete er damals schon, das es vom Trevilor kam, aber es wunderte ihn auch, dass es so schnell kam und bereits weg war, wenn es bei den meisten Patienten eigentlich mit der positiven Phase erst losgeht.

Wie auch immer. Trotz der damaligen Blutungen als Nebenwirkung, haben wir beschlossen diese medikamentöse Konstellation nochmals herzustellen. Wenn die Kombination wirklich der Schlüssel ist, könnte man evtl. Trevilor bei Nebenwirkungen mit dem einzigen anderen in Deutschland verfügbaren SNRI, Cymbalta, austauschen – das habe ich immer problemlos vertragen. Ich möchte es aber unbedingt zuerst mit Trevilor probieren, um kein ‚Hintertürchen‘ für Ausreden offen zu lassen, wenn es nicht klappt. Bevor ich mich totblute, muss die positive Wirkung längst schon da sein – dann könnte man immer noch stoppen und Cymbalta probieren. Das Risiko scheint also doch begrenzt.

Ich habe Ende April wieder mit Cipralex angefangen, was auch etwas geholfen hat. Wenigstens habe ich die letzte Zeit nicht ständig rumgeheult 😉 Das Cipralex schleiche ich nun jedenfalls aus und habe schon vor 4 Tagen mit Insidon angefangen. Ganz sachte 50mg Abends, um einzusteigen. Hier hat mir der Neurologe gesagt, ich muss das Aufdosieren selbst – je nach befinden – entscheiden. Nach dem Ausschleichen (so in ca. 1o Tagen) soll ich 3 Tage ausser Insidon nichts nehmen und dann mit Trevilor anfangen….

Tja, vielleicht denkt es sich schon der eine oder andere. Die meiste Angst habe ich davor, dass nichts (ausser Nebenwirkungen wie Schwindel und Übelkeit, die ich damals auch zu Beginn reichlich hatte) passiert und ich mir womöglich doch endlich eingestehen muss, dass es mit Medikamenten als Angstler einfach nichts zu holen gibt. Das es damals irgendetwas anderes war, dass ich heute völlig vergessen habe und nichts mit den Medikamenten zu tun hatte. Genauso, wie die wenigen positiven Meldungen unter Baclofen vielleicht garnichts mit Baclofen zu tun haben, sondern mit anderen Lebensumständen, die mit Baclofen nur begleitet wurden. Oder mit welchen Medikamenten auch immer. Ja, ich glaube davor habe ich am meisten Angst. Dann bliebe nurnoch ich selbst als Grund und ich bin leider noch immer davon überzeugt, dass ich es alleine einfach nie schaffen werde. Zu viele Chancen habe ich vermasselt und zu beständig gekniffen aus Angst vor der Angst. Was sollte schon aus mir heraus dafür sorgen, dass ich plötzlich so anders werde? Ich meine, das ist keine ‚Episode‘, die vielleicht erst wenige Monate andauert….

 

Insidon, Tag 4, 0-0-50 mg, Cipralex 10-0-0 mg (statt 20mg):

Eigentlich alles fast wie immer. Vielleicht ein wenig schläfriger, vor allem Morgens. Und hier und da etwas mehr Schwindel als sonst. Kann aber gut und gerne am Wetter oder einfachen Alienstrahlen liegen und nix mit dem Medikamenten zu tun haben 😉 Noch kaue ich auch brav die Fingernägel und alle 2 Sekunden hüpfen die Gedanken hin und her wie eh und je.

So, wir lesen uns.

LG Petrocelli

Wieder Tage zählen?

Nun ja. Auch wenn es mich sogar schon selbst ermüdet, will ich doch versuchen möglichst genau zu beschreiben, was bei mir z.Zt. ‚läuft‘ – falls ich das alles auf’n Faden kriege.

Also, die Angst ist definitiv nicht weg. Warum ich das so betone? Naja, ganz offensichtlich muss ich doch erkennen, dass ich es selbst wohl ganz tief drinnen so gehofft hatte. Irgendwie ist es doch auch zu verlockend, wenn es möglich wäre, oder? Einfach mit allem Scheiss abschliessen.
Aber nix da.
Bleibe wir erstmal beim negativen: ich spüre vor allem Morgens, dass nichts mehr von dem Zeug ‚drin‘ ist. Dann kreisen wieder zig negative Gedanken in meinem Kopf. Auch während der Zeit mit positiver Wirkung spüre ich hier und da die Anflüge der Angst, aber es hört wesentlich schneller auf. Ich würde sagen, ich kreise nicht so intensiv um die negativen Dinge. Das könnte man sehrwohl als positiv bezeichnen.

Ich glaube, dass ist auch ein Punkt, der mir bei aller Frustration doch ein bischen Hoffnung macht. Vielleicht stellt sich eine positive Wirkung auf die Angst ja dadurch ein, dass die vielen negativen Gedanken, die ich sonst den ganzen Tag habe, einfach nicht mehr einen solchen ‚Raum‘ erhalten. Ich mich einfach nicht mehr da hinein steigere. Denn ich glaube, das ist ein wesentlicher Nährboden der Angst bei mir: wenn ich nur lange genug die negativen Möglichkeiten einer Situation durchkaue, dann wird es schon in die Hose gehen. Oder noch besser: ich mache es mir so madig, dass ich die Situation am Ende komplett vermeide.

Ich denke auf diese Weise konnte die Angst ja auch dieses riesige Gewicht in meinem Leben erhalten – ich wurde als Kind schon seit jeher darauf trainiert meinen Körper zu beobachten, ob da ‚irgendwas‘ nicht in Ordnung ist. Naja, und ich denke genau das mache ich halt seit Jahren: ich schaue so lange auf die negativen Sachen, bis diese so gross sind, dass es mir Angst macht.

An diesem Punkt könnte MPH womöglich helfen. Ich bin konzentrierter und was schon deutlicher als eine bessere Konzentration ist, ist das ‚Fehlen‘ der vielen, ständig springenden Gedanken, die allesamt negativ sind. Betrachtet man also das mögliche Ursache/Wirkung System bei mir, so könnte das verringern der Ursache die Förderung der Angst verhindern. Also nicht durch eine ‚angstlösende‘ Wirkung wie bei einem Benzodiazepam, sondern durch das Fehlen des Provozierens der Angst.

Momentan ist es schon ein Wechselbad der Gefühle, aber womöglich ist die Chance garnicht so klein. Fehlt die ‚Ursache‘ so könnte man ja hoffen, dass die Wirkung auch irgendwann ausbleibt. Sicher nicht so schnell wie mit einem Benzo, aber vielleicht ja nachhaltig? Immer vorausgesetzt, die Theorie greift, dass dieses Rumgedenke auch eine Art Ursache ist – aber das würde auch die Frage beantworten, warum ich nie aus zig Verhaltenstherapie ‚gelernt‘ habe. Durch das ADHS wurde das Positive, was ich aus den Übungen und positiven Erlebnissen hätte lernen sollen, halt ‚kaputt gedacht‘.

Nun ja, es bleibt abzuwarten. Momentan hoffe ich erstmal die nächste Zeit durchzuhalten, denn die Angst ist schlicht nicht weg. Um zu erfahren, ob es mit MPH besser wird, wird es noch etwas Zeit brauchen. Ich würde z.Zt. sehr gerne sowas wie Cymbalta oder auch ein SSRI nehmen, da ich diese doch wenigstens als ’stützend‘ empfunden habe, wenn ich diese früher genommen hatte. Insbesondere fühle ich mich zusätzlich depressiv und dagegen half das Zeug gut. Das Problem ist natürlich, dass der Doc aus der Ambulanz es gerne hätte, dass in nächster Zeit nur MPH wirkt und man die Dosis entsprechend gut einstellen kann. Tja, das Argument kann ich so richtig nicht entkräften.

So, das wäre also der aktuelle Stand für heute. 😉

LG Petrocelli

Methylphenidat. Zu gut um wahr zu sein?

Ich wollte nur ein kleines update vom ersten Tag unter mph geben. Und der Titel hier deutet es schon an. In jedem Fall war nichts von irgendwelchen negativen Nebenwirkungen zu spüren. Im Gegenteil. Nach der zweiten Dosis am Mittag und noch deutlicher nach der letzten Dosis am Nachmittag spürte ich eine lange nicht mehr erlebte ‚Sortierung‘ im Kopf. Das ist ganz schwer zu beschreiben und war auch nicht so ausgeprägt, dass ich ‚hui‘ rufen müsste. Aber sie war (und ist zum Teil noch) so deutlich da, dass ich schon beeindruckt bin. Ein wenig so, als würde man angenehm eingenordet werden. Das ständige springen zwischen unterschiedlichsten Gedanken, das dauernde Gefühl man kann das, was man gerade macht, eigentlich nicht machen, weil noch so viele andere Dinge zu tun sind – all das ging deutlich in den Hintergrund. Nicht weg, aber weniger spürbar als sonst. Wenn man bedenkt, dass ich aber auch nur eine echte Minidosis vom Methylphenidat nehme, dann wäre eine stärkere Wirkung wohl kaum zu erklären.

Als mir der Doc sagte, ich würde als erstes wohl merken, dass ich mich besser konzentrieren könnte, war meine Vorstellung eine andere. Konzentration verbinde ich immer mit Stress, Anstregung. Nicht, dass ich das nicht könnte, aber ich bin dann auf 150% Leistung. Und hinterher fühle ich mich dann auch so. Kann kaum runterkommen. Was ich aber heute erlebte, war eine deutliche Reduktion sämtlicher Störfaktoren. Angenehm und beeindruckend. Natürlich noch nicht so, wie ich es mir im idealfall wünsche, bzw. wie ich mich an seltene Zeiten aus meiner Jugend bzw. unter Trevilor erinnern kann. Aber in jedem Fall habe ich heute Gefühle und Eindrücke gehabt, wie schon ewig (wenn überhaupt) nicht mehr.

Was kommt nun? Im Moment spüre ich schon, dass etwas mehr Gedanken ‚dazwischen‘ kommen, als heute Nachmittag. Aber der Stoff ist ja auch körperlich auf dem Rückzug. Im bin jedenfalls sehr gespannt, wie es sich entwickelt und was passiert, wenn ich dann höher dosiere. Habe natürlich große Sorge davor, dass es sich noch dreht und in eine negative Richtung marschiert. Aber gut, dass werde ich wohl erstmal nicht abschalten können.

Und ich freue mich tatsächlich auf den heutigen Schlaf, da ich sehr gespannt bin wie ich unter mph schlafe – ich habe solches und solches gehört. Nachdem ich aber wohl von mpg eher beruhigt als agitiert werde, bin ich guter Dinge. Und ich bin schon positiv gespannt auf Morgen. Hoffentlich bleibt das 😉

 

LG Petrocelli

Nu isses amtlich: ADHS. Und die erste Medikinet ist auch schon drin….

Tja, womit fange ich an? Das ich vor 15 Minuten die erste Medikinet/Ritalin/MPH genommen habe? Jo, da ich es schon geschrieben habe, ist es ein guter Anfang 🙂 Jedenfalls in kleinster Dosis, da alte Herren bei Kinderkrankheiten ja ‚aufpassen‘ müssen :p

Aber im Ernst – da ich ja vor allem unter den Ängsten leide, soll ich das langsam angehen. Sonst kriege ich zuviel Gelegenheiten mir wieder was an Nebenwirkungen einzubilden. Ich schaue jetzt mal und ziehe die Dosis in den nächsten Wochen höher, wenn ich merke, wie/ob es funktioniert.

Jetzt aber zum gestrigen Tag. Da es der 1.4. war, habe ich es mir absichtlich gespart es als möglichen Aprilscherz auflaufen zu lassen. Wenn ich überlege, dass es am letzten Termin hieß ‚das können wir heute nicht mehr machen, dass muss umfangreich besprochen werden‘, so musste ich gestern doch innerlich mehr als grinsen, als ich merkte, dass  mir eigentlich nix erklärt wird. Mein Hausarzt kriegt einen ‚Arztbrief‘ und ich kriege Ritalin 😉

Naja, ganz so knapp war es auch nicht, aber er resümierte halt, es sei eine klare, starke Angststörung (hui, gut beobachtet Herr Doktor!) und dann halt eine eindeutig diagnostizierte ADHS. Wobei er meinte, dass die Angststörung so massiv sei, dass sie evtl. nicht davon weggeht wenn man das ADHS behandelt. Aber auf Grund der vielen Therapien und Medikamente, die ich in meinem Leben so durchgezogen habe, schätzt er die Chance sehr hoch ein, dass nach erfolgreicher Behandlung des ADHS, auch eine erfolgreiche Behandlung der Angst stattfinden könnte.

Also schauen wir mal, ob sich das ADHS ‚erfolgreich‘ behandeln lässt 😉 Es gibt ja mehrere Ansätze, dem Dopaminmangel entgegen zu wirken. Der Klassiker ist aber Methylphenidat (Ritalin, Medikinet usw.), weshalb er auch sagte: ‚Wenn wir das ADHS behandeln, dann gleich mit dem Mittel der Wahl‘, sprich Methylphenidat. Wir fangen also von gaaanz unten an und tasten uns hoch. Nicht nur weil ich als Angstfuzzi meine speziellen Ecken und Kanten habe, sondern auch weil die Dosen, die für gewöhnlich bei Kindern gegeben werden, bei Erwachsenen meist viel zu hoch sind. Das hat wohl damit zu tun, dass die Menge der Dopamintransporter  in den entscheidenden Gehirnregionen im Laufe der Zeit abnehmen. Das erklärt im Übrigen auch, warum viele ADHSler im Erwachsenenalter entweder keine oder nur wenige Probleme haben. Bei vielen reguliert es sich chemisch und dann ‚lernen‘ wir als Erwachsene auch uns besser zusammen zu nehmen 😉

Ich und mein Medikinet werden uns jedenfalls ein bischen auf die Terasse setzen und dem Treiben da zuschauen. Mal sehen, wie sich das anfühlt.

Stay tuned und LG

Petrocelli