Schade auch….

Eigentlich wollte ich vor lauter Frust vorerst garnix mehr schreiben, aber was soll’s wenigstens ein Update für die tapferen unter Euch, die offensichtlich immer wieder hier vorbeischauen – so sagt es die Statistik immerhin.

Moclobemid hatte im Kopf eine gute Wirkung (und ich war noch lange nicht auf Zieldosis), aber mein Magen ist nach ca. 3 Wochen komplett ausgeklingt. Auch mit Omep usw. war nichts zu machen. Also musste ich aufhören.

Ist ziemlich zum kotzen……

Jeder fängt mal klein an….

Moclobemid 0-75mg/d. Tag 5-7.

Tag 5 war wieder eine Nullrunde. Ich habe keine Ahnung, ob mir bei der ’normalen‘ Einstiegsdosis von 2x150mg/d schlicht der Kopf explodiert wäre, oder ob es mir sogar schon besser gegangen wäre – ich kann’s nicht sagen. Mein Weg sieht jedenfalls etwas vorsichtiger aus, wie es scheint.

Ich hatte auch mit meiner Ärztin am 5. Tag gesprochen und gefragt ob es bei dieser gefühlt unangenehmen Reaktion überhaupt eine Chance darauf gibt, das Moclobemid bei mir irgendwann später doch passen sollte (zumal Messwerte und Genetik deutlich darauf hinweisen). Sie hatte ein nettes Beispiel, in dem Sie mich mit jemandem Verglich, der ein Bein hat, das deutlich kürzer ist als das andere. Dieser Mensch wird vermutlich über Jahre eine Fehlstellung entwickeln und wohl auch Rückenschmerzen haben. Wenn man diesem Patienten nach über 40 Jahren dann sofort die gesamten Höhendifferenz ausgleicht, wird dieser wahrscheinlich mehr Schmerzen haben als in den Jahren davor. Deshalb muss man eine solche Einlage über längere Zeit ‚erhöhen‘. Das fand ich ein Beispiel, dass Hoffnung machte.

Tag 6 und 7 waren jedenfalls sehr angenehm und fast angstfrei (Wir sprechen nicht von einem Gefühl, dass mich die Welt erobern lassen will – aber ich war immerhin zu Hause so was wie angstfrei). Wenn überhaupt, ist es jeweils der Morgen nach dem Aufstehen, der sich unangenehmer anfühlt als der Rest des Tages, so dass ich am 7. Tag bereits überlegt hatte Abends noch einmal 75mg Moclobemid zu nehmen. Zumal zweimal täglich ja die übliche ‚Aufteilung‘ laut Beipackzettel ist.

Nun gut, vielleicht am 8. Tag – ich finde es schon mal gut, dass ich mir vorstellen kann keine Nullrunden mehr einzulegen und es wirklich angenehme Momente gibt. Vor allem Nachmittags und Abends.

Beim Gedanken daran, jetzt Einkaufen zu fahren (natürlich sowieso nicht alleine….) geht mir sofort die Düse. Ich habe also noch einen längeren Weg vor mir, wie es scheint. Man darf aber nicht ganz vergessen, dass ich jetzt seit einigen Monaten ohne ‚richtigen‘ Stoff bin (ich meine SSRIs oder SNRIs, die bisher als einzige einen wenigsten erträglichen Zustand schaffen könnten, in denen ich halbwegs funktionierte) und in dieser Zeit die Angst so schlimm war, wie schon viele Jahre nicht mehr. Deshalb ist meine Ausgangsbasis auch ziemlich schwach und alle Ängste, die ich jetzt so in diesen Tagen mit Moclobemid erlebt habe, wären vielleicht auch anders aufgetaucht. Gefühlt würde ich es aber der Umstellung durch Moclobemid zuordnen, aber da selbst ich vom Placeboeffekt weiß, ist es schwer einzuordnen. 😉

Bis demnächst, Petrocelli

Insidon / Trevilor – Tag 36 / 16 – mir geht’s schlecht, das ist schön!

Schau einer an – jetzt bin ich knapp auf 75mg (eine 37,5 und eine ‚Teilentleerte‘), und schon fühle ich ich hundsmiserabel und schwindelig. Also alles, wie beim letzten mal Trevilor vor einigen Jahr.

Natürlich geht es auch mir schlecht, wenn mir kotzübel ist, aber ich freue mich natürlich, das dadurch das Ganze bisher wie damals läuft und deshalb vielleicht ja auch bei den wirklich positiven Erlebnissen?!

Ich habe es damals ja nicht ‚protokolliert‘ und lebe nur von den Erinnerungen und dem, was mein Doc notiert hatte. Aber wenn man mal die Nummer mit dem zu lange 37,5mg weglässt, so passt es zu den Erinnerungen und ich müsste eigentlich innerhalb von Tagen eine deutliche Besserung merken.

Noch kaue ich Fingernägel – vielleicht ein guter Parameter zum Vergleichen 🙂

Insidon / Trevilor – Tag 26 / 6

Heute Abend bin ich das erste mal it Insidon etwas runter 0-0-50mg. Trevilor moch identisch auf 37,5-0-0mg. Ich glaube das Insidon kacht doch etwas matschig. Ist einfach mal ein Versuch.

Tja nach sechs Tagen hatte ich eigenlich mehr erhofft, aber bis gestern war ich regelrecht enttäuscht. Aber heute kam etwas neues dazu: deutlichere Nebenwirkungen 😉 Und auch eine neuere Entspannung und stärkere Konzentration.

Warum ich mich über die Nebenwirkungen freue? Weil diese damals auch deutlich zu spüren waren, bevor die beeindruckende Wirkung kam. Also hoffe ich natürlich, dass – wenn jetzt vielleicht doch noch mehr Nebenwirkungen für eine Zeit augkommen – auch die gewünschte Wirkung noch kommt.

Also, mehr wollte ich garnicht loswerden 😉

LG Petrocelli

Insidon / Trevilor – Tag 23 / 3

So, nun bin ich mittlerweile auf 0-0-100 Isidon und 37,5-0-0 Trevilor.

Die Nebenwirkungen sind im Grunde nicht vorhanden – evtl. Ein wenig mehr Müdigkeit als am Ende mit kaum Cipralex und 100mg Insidon.
Die ‚innere Unruhe‘ die damals vollständig und überraschend verschwand, ist noch da. Evtl. Etwas weniger als sonst, aber in keinem Fall so, wie ich es gerne hätte und mich daran erinnern kann.

Nun gut, am dritten Tag war es vielleicht auch damals nicht der Hammer – nach meiner Erinnerung und den Notizen vom Doc, war am Anfang vor allemm Schwindel und Übelkeit das Thema. Wann genau die Entspannung kam, hatte keiner von uns beiden genauer notiert. Deswegen ja auch der Blog hier – der ist vor allem für mich 😉

Ein weiterer Unterschied zu damals ist ja auch das vorherige Cipralex. Ich denke nicht, dass Trevilor deswegen nicht so wirken könnte wie damals, aber das ich weniger Schwindel und Übelkeit versprüre könnte schon daran liegen, dass mein Körper die Wirkung von einem Serotoninwiederaufnahmehemmer noch gut kennt, so das beim Trevilor nun ’nur noch‘ die Wiederaufnahmehemmung des Noradrenalin hinzukommt.

Jedenfalls hoffe ich wohl, das es solche Gründe hat, sonst müsste ich ja jetzt schon an der möglichen Reproduktion der damaligen guten Wirkung zweifeln, wenn die Schlechte auch nicht mehr kommt…..

Wie auch immer, ich wollte nur das hier als Udate für die ersten Tagen hinterlassen, damit ich die Entwicklung später selbst genauer betrachten kann.

LG Petrocelli

Wieder Tage zählen?

Nun ja. Auch wenn es mich sogar schon selbst ermüdet, will ich doch versuchen möglichst genau zu beschreiben, was bei mir z.Zt. ‚läuft‘ – falls ich das alles auf’n Faden kriege.

Also, die Angst ist definitiv nicht weg. Warum ich das so betone? Naja, ganz offensichtlich muss ich doch erkennen, dass ich es selbst wohl ganz tief drinnen so gehofft hatte. Irgendwie ist es doch auch zu verlockend, wenn es möglich wäre, oder? Einfach mit allem Scheiss abschliessen.
Aber nix da.
Bleibe wir erstmal beim negativen: ich spüre vor allem Morgens, dass nichts mehr von dem Zeug ‚drin‘ ist. Dann kreisen wieder zig negative Gedanken in meinem Kopf. Auch während der Zeit mit positiver Wirkung spüre ich hier und da die Anflüge der Angst, aber es hört wesentlich schneller auf. Ich würde sagen, ich kreise nicht so intensiv um die negativen Dinge. Das könnte man sehrwohl als positiv bezeichnen.

Ich glaube, dass ist auch ein Punkt, der mir bei aller Frustration doch ein bischen Hoffnung macht. Vielleicht stellt sich eine positive Wirkung auf die Angst ja dadurch ein, dass die vielen negativen Gedanken, die ich sonst den ganzen Tag habe, einfach nicht mehr einen solchen ‚Raum‘ erhalten. Ich mich einfach nicht mehr da hinein steigere. Denn ich glaube, das ist ein wesentlicher Nährboden der Angst bei mir: wenn ich nur lange genug die negativen Möglichkeiten einer Situation durchkaue, dann wird es schon in die Hose gehen. Oder noch besser: ich mache es mir so madig, dass ich die Situation am Ende komplett vermeide.

Ich denke auf diese Weise konnte die Angst ja auch dieses riesige Gewicht in meinem Leben erhalten – ich wurde als Kind schon seit jeher darauf trainiert meinen Körper zu beobachten, ob da ‚irgendwas‘ nicht in Ordnung ist. Naja, und ich denke genau das mache ich halt seit Jahren: ich schaue so lange auf die negativen Sachen, bis diese so gross sind, dass es mir Angst macht.

An diesem Punkt könnte MPH womöglich helfen. Ich bin konzentrierter und was schon deutlicher als eine bessere Konzentration ist, ist das ‚Fehlen‘ der vielen, ständig springenden Gedanken, die allesamt negativ sind. Betrachtet man also das mögliche Ursache/Wirkung System bei mir, so könnte das verringern der Ursache die Förderung der Angst verhindern. Also nicht durch eine ‚angstlösende‘ Wirkung wie bei einem Benzodiazepam, sondern durch das Fehlen des Provozierens der Angst.

Momentan ist es schon ein Wechselbad der Gefühle, aber womöglich ist die Chance garnicht so klein. Fehlt die ‚Ursache‘ so könnte man ja hoffen, dass die Wirkung auch irgendwann ausbleibt. Sicher nicht so schnell wie mit einem Benzo, aber vielleicht ja nachhaltig? Immer vorausgesetzt, die Theorie greift, dass dieses Rumgedenke auch eine Art Ursache ist – aber das würde auch die Frage beantworten, warum ich nie aus zig Verhaltenstherapie ‚gelernt‘ habe. Durch das ADHS wurde das Positive, was ich aus den Übungen und positiven Erlebnissen hätte lernen sollen, halt ‚kaputt gedacht‘.

Nun ja, es bleibt abzuwarten. Momentan hoffe ich erstmal die nächste Zeit durchzuhalten, denn die Angst ist schlicht nicht weg. Um zu erfahren, ob es mit MPH besser wird, wird es noch etwas Zeit brauchen. Ich würde z.Zt. sehr gerne sowas wie Cymbalta oder auch ein SSRI nehmen, da ich diese doch wenigstens als ’stützend‘ empfunden habe, wenn ich diese früher genommen hatte. Insbesondere fühle ich mich zusätzlich depressiv und dagegen half das Zeug gut. Das Problem ist natürlich, dass der Doc aus der Ambulanz es gerne hätte, dass in nächster Zeit nur MPH wirkt und man die Dosis entsprechend gut einstellen kann. Tja, das Argument kann ich so richtig nicht entkräften.

So, das wäre also der aktuelle Stand für heute. 😉

LG Petrocelli

Adieu Elontril – Hallo Ritalin…..

Tja, wenn das mal kein abgelutschter Titel ist 😉

Ok, wie für jeden zu sehen ist, schwächel ich ganz deutlich auch in meiner Schreiblust. Oder vielleicht besser in meinem Antrieb wenigstens hier am Ball zu bleiben. Ich mache das nicht nur, um anderen etwas zu schreiben, was sie nicht lesen wollen, sondern ja auch, um mir selbst etwas ‚mitzuteilen‘, mir einfach auch was von der Seele zu schreiben.

Die letzten Wochen und Tage waren halt besonders frustrierend. Mal wieder stelle ich fest, dass mir offensichtlich ’nicht zu helfen‘ ist. Am Ende muss ICH etwas ändern? An MIR? An dieser Stelle wird es für alle klar, nur für mich nicht. Jeder sagt mir: ‚Hey, reiss Dich doch mal zusammen! Da musst Du auch WIRKLICH anpacken wollen! Geh‘ doch mal nen Risiko ein!‘ – Naja,  gutgemeinte Schulterklopfer wie diese halt. Und ganz ehrlich? Ich glaube jeder von denen hat Recht. Es liegt ’nur‘ an mir.

Ich meine, es ist ja nicht so, als würde ich das nicht sehen. Und genau das macht mir ja diese Sorgen, die mich dann noch immer weiter runterziehen. Naja – und dann werde ich halt schreibfaul. Ich  bin einfach nur froh, wenn der scheiss Tag vorbei ist. Bitte ein bischen doofen Fernsehen und dann schlafen. Der nächste Scheisstag kommt schon in wenigen Stunden – will garnicht wissen, wovor ich dann wieder Angst haben werde.

Elontril hat hier leider nichts gebracht. Hmm, ne, das wäre gemein, für alle die Elontril versuchen wollen. Ich formuliere das anders: Elontril hatte zwei ‚Richtungen‘, die es bei mir deutlich verändert hatte:

1) Im Kopf gab es wirklich positive Veränderungen. Teilweise eine deutliche Ruhe und vor allem eine bessere Konzentrationsfähigkeit. Dabei darf man in keinem Fall vergessen, wie WENIG ich davon genommen habe. Ich glaube also wirklich, da ist eine sehr positive Wirkung in dem Zeug! Sicher einen Versuch wert, für alle die ADHS-Tendenzen haben.

2) Körperlich war es ein echter Kackvogel. Diese Wirkung auf den Pulsschlag hat mir unglaublich aufgewühlt. Ich weiss nicht, ob ich das nicht ausgehalten habe, weil ich so’n Angsthase bin, oder ob auch ’normale‘ auf diese Symptome reagiert hätten. Wer schon mal eine wunderbare Nebenhöhlenentzündung hatte und dann versucht hat, etwas vom Fussboden aufzuheben, der kennt das pochende Gefühl im Kopf unter den Augen und der Stirn. Das stelle man sich für Hals und Unterkiefer vor. Und man braucht sich nicht mal bücken….

Sicher ist es nicht gefährlich. Klar. Ist auch die Angst nicht. Trotzdem glaube ich jedes mal, ich muss sterben. Das macht es weniger witzig. Vor allem, wenn man trotz aller wiedersprüchlichen Gefühle eigentlich weiß, dass dies alles ein Trugschluss ist. Nur fühlt es sich körperlich so überzeugend an, dass alle Theorie völlig unecht daherkommt.

Um diese Symptome, die nun auch nach ca. 3 Wochen nicht abhauen wollten, mit dem Doc aus der Ambulanz zu besprechen, hatte ich mir für heute einen Termin geholt. Den brauchte ich umso dringender, da ich zu meiner persönlichen Belustigung vorgestern zusätzlich eine ausgewachsene Nesselsucht bekommen hatte. Nach der ersten Nacht, wunderte ich mich noch darüber, dass es im März schon wieder Mücken in unserem Schlafzimmer geben sollte, aber als es gestern Abend dann richtig losging und ich den Quaddeln zuschauen konnte, machte ich mich richtig fertig. Nicht, dass ich Angst vor Quaddeln hätte, aber ich bin ja Profi: Wenn sowas in so einer Geschwindigkeit daherkommt, kriege ich ja gleich wieder Sorgen, als nächsten schwillt mir der Hals zu. Naja. So gegen 1:00h nachts viel mir ein, dass wir noch irgendwo so ein Antihistaminika haben – Lorano. Und freundlicher Weise schlug das auch wirklich an. Gegen 3:00h konnte ich mich langsam entspannen und bin dann wohl auch eingepennt.

Bis jetzt – toitoitoi – sieht man nur die ‚Überreste‘ der Quaddeln, aber es ist nichts richtig nachgekommen. Das Zeug soll ja auch ~24h anhalten. Gleich nehme ich die nächste um das ganze mal für ein paar Tage zu beruhigen, dann sollte es wieder gehen. Seit meiner Kindheit hatte ich sowas über die Jahre immer wieder – vor allem, wenn ich psychisch oder z.B. mit einer Grippe sowieso schon voll im Arsch war. Den Letzten ficken die Hunde – oder sowas….

Gut, wo war ich? Achja, der Termin bei der Ambulanz. Da habe ich dem Doc also mein Leid geklagt (heute war es der andere von den beiden, die in meinem ersten Termin mit mir gesprochen hatten) und gemeinsam betrachteten wir die Liste der lustigem Medikamente, die ich über die Jahre so eingenommen habe. Ich hatte eine Liste aller Medikamente gemacht an die ich mich erinnern konnte und notiert wie die jeweils für mich gewirkt hatten. Klare Gewinner waren Trevilor und Cymbalta – deswegen war mein himlicher Tipp nun auch ‚Strattera‘ – ein Noradrenalinwiederaufnahmehemmer, der auch für ADHS mit Komorbidität Ängste gegeben wird. Unterliegt auch nicht dem BTM und wäre deshalb leicht zu verschreiben.

Jedoch hatte ich mich (ausnahmsweise) tatsächlich zurückgehalten, da ich auch noch ziemlich geknickt von der Nacht war und irgendwie keinen Bock auf garnichts hatte. Wollte mal wieder mit mir und all dem Scheiss abschliessen. Dann wuselte er sich durch die Unterlagen, die man während der ADHS-Testung gesammelt hatte und den Notizen, die bisher gemacht wurden und der Medikamentenliste. Dann sagte er plötzlich, er glaube im Grunde – ohne genauer die Ergebnisse der ADHS-Testung zu betrachten (hier habe ich am 1.4. einen Termin für die ausführliche Besprechung des Ergebnisses), dass wohl MPH (Methylphenidat, also Ritalin) bei allem was er so sieht wohl das beste Mittel sein könnte. Nach all den Therapien (stimmt, die hatten wir auch aufgelistet 😉 ), Medikamenten und der langen Zeit glaube er auf Grund des zusätzlichen ADHS-‚Eindrucks‘, den er von mir hat, dass es sehrwohl sein könnte, dass ich ein ADHSler bin und die Angststörung letztendlich das Ergebnis der Hyperaktivität ist. Dafür würde auch sprechen, dass ich schlicht therapieresistent erscheine.

Als ich dann auf ‚Strattera‘ kam – als Alternative – wurde er deutlicher und sagte, dass MPH schlicht das Mittel der ersten Wahl für ADHS ist und er es deswegen vorziehen würden. Man sollte sich dann die Zeit nehmen zu beobachten, wie es anschlägt und wie sich die Angst dann entwickelt. Er meinte, wenn es ein Erfolg ist – ich also auf MPH anspreche – dann auch eine ‚richtige‘ Angsttherapie möglich sei. Diese dann überhaupt erst anschlägt.

Im Grunde hat er mir bzgl. ADHS zwei Dinge gesagt: a) Sie haben ADHS – da verwette ich meinen Arsch drauf! b) Am nächsten Freitag haben wir ja einen Termin für das Ergebnis der ADHS-Testung. Dann sagen wir Ihnen, ob sie ADHS haben….

Ganz klar – den Mann finde ich cool 😉 Aber mal im Ernst, ja ich verstehe das – die wollen da die Regeln einhalten. Denn witzig war, ich habe zwischendrin ja ’natürlich‘ auch gefragt: „Wie ist denn das? Ihre Kollegin sagte, die Ergebnisse sind fertig. Habe ich denn jetzt ADHS?“ Die Antwort war ein: „Ähm, ja ne, also das kann ich nicht so einfach sagen, das ist schon etwas umfangreicher….Das machen wird dann ja nächste Woche.“

Ahja… Klar.

Jedenfalls gefällt mir der Mann ungemein. Er bringt ganz offensichtlich eine Menge Background für Heinis wie mir mit und ist dennoch offen für neue Ansätze. Wollte sich z.B. erkundigen, ob Strattera – mit dem er selbst nicht soviel Erfahrung gemacht hat – vielleicht bei Komorbiditäten wie Ängste vielleicht sogar ‚passender‘ ist, als MPH. Denn das hatte der überschlaue Petrocelli irgendwo gelesen und musste es natürlich mit einbringen 😉

Er lässt sich also von so einem Schlaupinsel wie mir nicht aus der Ruhe bringen. Das gibt mir wiederum das Gefühl, ich bin vielleicht wirklich an der richtigen Adresse.

Ihr habt keinen blassen Schimmer, wie ich mir den nächsten Freitag herbei sehne, um endlich den nächsten Schritt zu machen. Ich weiß, dass ich immer wieder nach ‚Strohhalmen‘ suche. Aber nach all den Jahren bin ich mir über zwei Dinge immer mehr im klaren: a) ich beweise jeden Tag, dass ich es ‚alleine‘ nicht schaffe, und b) das da einfach noch ‚irgendwas‘ mit mir ist, was  nicht ‚einfach‘ nur Angst ist.

Ich weiß, dass gerade der zweiten Teil wohl von den meisten Angsterkrankten beansprucht wird – aber um den Wahnsinn zu komplettieren: bei mir stimmt es :p

Wie sieht die Alternative aus? Ich würde aufgeben. Denn die oben zitierten und sicher gut gemeinten Ratschläge kann ich einfach nicht ohne eine Veränderung des innerlich Gefühlten nicht umsetzen. Jedenfalls fühlt es sich so an. Es steht im Gegensatz zu dem, was man an tausend Stellen lesen kann. Nur ich kann es nicht in mir entdecken. Dort entdecke ich etwas, von dem ich hoffe es bald benennen zu können. Ansonsten wird dieser Blog noch viele Jahre bestehen.

Ich wünsch‘ Euch nen schönen Abend. Spätestens am 1.4. gibt’s nen nächsten Eintrag – und sicher werde ich auch den einen oder anderen dämlichen Aprilscherz bringen 🙂

LG Petrocelli

Elontril – Tag 1 bis 4

So.

Wer mir beim Twitter folgt, hat bereits gesehen, dass ich am Donnerstag tatsächlich die erste (viertel) Elontril genommen habe. „Oho“, werden jetzt alle schreien, „eine VIERTEL Tablette, wow – wie konnte er die auf einmal in dem Mund nehmen; ist doch viel zu viel…..“

Ja, lästert nur. Aber Angsthasen wie ich hören vor allem die inneren Flöhe husten. Da muss man halt kleine anfangen, um wenigstens anzufangen. Aber ich denke, die meisten, die das hier lesen wissen das ja 😉

Im großen ganzen kann ich sagen, dass ich schon eine Wirkung verspüre – noch nichts Umwerfendes, aber wenn dann zwei Dinge: a) eine angenehme Ruhe, die sich zeitweise einschleicht und als NW b) ein Gefühl, dass sich wie eine zu starke Herzleistung, vielleicht Bluthochdruck anfühlt. Das Herz gibt einen leichten Schmerz von sich und man hat das Gefühl die Halsschlagadern und anderen Blutgefässe im Kopf zu spüren. So in der Art.

Der nette Doc in der ADHS-Ambulanz sagte ja bereits, als Nebenwirkung könnte ich zu Beginn eine leichte Unruhe spüren – wobei er seine Hände nach vorne hielt und ein flattern demonstrierte. Als er es gemacht hatte, dachte ich irgendwie: ‚Ähm, ja. Wenn das da Angst darstellen sollte (so war mein erster Eindruck), dann würde ich doch lieber was anderes bekommen…..‘

Heute vermute ich also, dass er das damit meinte. Denn es fühlt sich schon etwas ‚ausfühlend‘ an. Da er aber meinte, es würde nur in den ersten Tagen so sein, gehe ich mal davon aus, dass ich es irgendwann hinter mir habe. Da ich aber einschleiche, tippe ich darauf, dass es etwas länger dauert als nur ne Woche. Tja, die Feiglinge kriegen immer einen etwas stärkeren Tritt in den Arsch.

Ich habe den 2., 3. und 4. Tag zwischendrinn immer wieder kleine Notizen gemacht. Die werde ich hier gleich mal reinschreiben. Der Erste Tag war fast ’normal‘, nur dass ich irgendwie etwas agiler und konzentrierter war. Heute würde ich behaupten, dass hatte garnix mit Elontril zu tun. Ich war halt aufgeregt und hatte gleichzeitig viel um die Ohren. Jedenfalls hatte ich am ersten Tag nicht dieses Gefühl bzgl. Herz/Halsschlagader.

2. Tag
8:30h 1/4 eingenommen
9:15h Unruhe leichte Angst – DAS MUSS EINBILDUNG sein; viel zu früh
10:10h bin viel ruhiger, evtl. auch ruhiger als sonst.
11:00h noch immer ruhig. Evtl. ein bisschen klarer im Kopf.
12:20h Trotz Disput mit einem Handwerker erstaunlich ruhig und gefasst. Konnte klar sagen was ich will, ohne dass mir die Halsschlagader geplatzt ist.
13:00h Jetzt etwas unruhiger, als hätte ich nen zu hohen Blutdruck.
13:30h wird wieder besser. Bin etwas rumgelaufen, ich denke, ich darf dann nicht rumsitzen!
14:30h ziemlich ruhig, minimales Kribbeln nachdem ich suchen muss. Die Mittags-Baclofen fehlt, nehm‘ ich gleich mal.
17:00h wurde wieder besser mit dem Kribbeln nach der Baclofen, jetzt wieder etwas zittern in den Händen. Gut auszuhalten, leg mich mal auf die Couch. Ich vermute, die meisten Symptome kommen nicht vom Elontril – ausser vielleicht die Entspannung beim Spiegelmaximum so gegen 10:00h. Der Rest ist ja wie sonst, wenn man es richtig vergleicht.

3. Tag
Direkt nach dem Wachwerden/Aufstehen war ich irgendwie ruhiger. 
8:30h 1/4 eingenommen
9:25h alles normal, gestern war definitiv Einbildung. Ich habe zwar jetzt auch die ‚übliche‘ Erwartungshaltung, aber schauen wir mal.
10.10h Ruhig, aber mit leichten Muskelschmerzen. Die kommen ja aber wohl vom Baclofen. Ansonsten beobachte ich mich wie doof.
10:40h Streit mit mein Frau gehabt, aber jetzt, nach 10 Minuten schon wieder entspannt. Also, wenn Elontril eine Wirkung hat, dann keine die mich stark erregt – das ist meine Erwartung und meine ’normale‘ Unruhe. 
16:50h ich bin im Verlauf des Nachmittags immer ruhiger geworden. Heute hatte ich mittags mein Baclofen pünktlich genommen. Mache mir etwas Gedanken wegen dem Treffen (bei Freunden) heute Abend, aber gleichzeitig weiß ich, dass ich das schaffen werde. Am Ende wird es mir wieder gefallen, etwas unternommen zu haben. 
01:00h So war es auch. Auf der Hinfahrt hatte ich mich noch verrückt gemacht, nach 15 Minuten dort wurde ich ruhiger und ab dann war es nur noch nett und entspannt. Jetzt hundemüde.

4. Tag
Total entspannt und körperlich ruhig aufgewacht.
9:35h gute Viertel Elontril eingenommen.
11:00h unter der Dusche etwas unruhig. Wieder ein Gefühl von Bluthochdruck am Herz und in der Halsschlagader. Im Kopf ruhiger als sonst.
12:00h-13:00h das körperliche Unruhegefühl bleibt. Im Kopf angenehm. 
16:00h Muss mich hinlegen nach Spaziergang mit unserem Hund. Wieder das ‚Blutdruckgefühl‘.
18:00h Elegant zwei Stunden gepennt. Einfach so flups….
21.00h Der Abend war ruhig, leichtes ‚Bluthochdruckgefühl‘. Aber ich achte auch darauf. Gegen acht ist mir aufgefallen, dass ich Hunger hatte, musste dann auch was Essen, bevor der Magen rumzickt. Dann war aber gleich wieder gut.

Tja, soweit mein ‚Update‘ zum Thema Elontril. Morgen werde ich den Doc nochmal anrufen, ob das mit dem ‚Bluthochdruckgefühl‘ (ganz tolles Wort – bringt jeden Facharzt bestimmt zur Weißglut :p ) was mit Elontril zu tun hat und wann es wohl verschwindet. Dann sollte mal aber wohl mal auf eine 1/2 Tablette upgraden – ist sonst ja vielleicht doch alles nur eingebilde – positiv, wie negativ. Davon abgesehen, ist auch die ‚positive‘ Wirkung, die ich mir so hersuche noch lange nicht das, was ich bräuchte um von einer Verbesserung der Angst zu sprechen. Aber es ist ja wirklich nur eine 1/4 Tablette und auch der Plasmaspiegel braucht mind. ne Woche um bei Elontril voll da zu sein. Also noch genug Spielraum für eine Verbesserung.

LG Petrocelli

Termine, Termine, Termine….

Tja, so eine Kinderkrankheit ist schon aufregend. Und wenn man festellen will, ob ein Erwachsener so eine tolle Kinderkrankheit hat, dann bedeutet das eine Menge Fragen und noch mehr Antworten.

Ich hatte mittlerweile auch den zweiten ADHS-Testtag (gestern), so dass nun eine Auswertung in der Ambulanz stattfinden wird, deren Ergebnis wohl bis zum Ende März zu erwarten ist. Dann soll es noch ein ‚Abschlussgespräch‘ geben in dem auch die Diagnose besprochen wird. Ob es hier dann auch eine folgende (medikamentöse) Therapie geben wird, weiß ich nicht. In jedem Fall ist die Diagnose ja die Voraussetzung für eine ADHS Therapie.

Wie auch immer, da ich jedenfalls besonders in letzter Zeit voll im Arsch bin (ich bin ja so froh, dass ich das in meinem eigenen Blog so sagen darf…), hatte ich mir für heute einen ‚Extra-Termin‘ geben lassen, um mit dem Psychiater aus der Ambulanz zu besprechen, ob ich nicht ‚irgendwas‘ nehmen könnte, um wieder vorwärts zu kommen.

Wir haben eine runde halbe Stunde (naja, eigentlich waren es wohl eher 45 Minuten – der Mann war echt geduldig!) gesprochen und das Thema ‚Elontril‘ kam wieder ins Gespräch. Er war (bis jetzt – mal sehen, wie das so Morgen früh ist) auch in der Lage mir weitestgehend die Sorgen zu nehmen, dass mich Elontril gleich umbringen wird. Er sagte, dass er wohl gute und im Vergleich zu Trevilor auch eher nebenwirkungsärmere Erfahrungen mit Elontril gemacht hat.

Das wollte ich ihm auch glauben, denn ich weiß es geht nicht wirklich viel mehr in diese Richtung. Meine Frau geht auch am Stock und es ist für keinen mehr witzig hier. Da muss wohl ein bisschen Risiko her.

Auf Grund meiner Sorgen um die Nebenwirkung sagte er sofort, ich solle dann einfach eine ‚Halbe‘ nehmen. Uiiih, das rief  sofort mein Erinnerungsvermögen (was in solchen Fällen erstaunlicher Weise perfekt funktioniert!) auf den Plan und ich betete den fettgedruckten Hinweis aus dem Beipackzettel vor, der lautete, dass in KEINEM FALL eine solche Tablette geteilt werden darf!

Er nahm es zur Kenntnis und sagte, dass er das schon vielen Patienten so gesagt hat und diese das auch so gemacht haben 😉 Jooooohooo. Mein Lieber! Das ist ja eigentlich ein gefundenes Fressen für den Petrocelli hier! Das KANN ich ja garnicht mitmachen!

Aber gut. Sind wir mal ehrlich, ich habe hier eine Chance und ich dödel hier schon eine ganze Weile damit rum. Wenn ich noch lange warte ist auch noch das Haltbarkeitsdatum abgelaufen 😉 Ich denke, ich werde das Morgen einfach machen. Ich suche mir ein scharfes Messer, viertel den Scheiss und rein damit.

Das ‚einzige‘ richtige Risiko ist das erhöhte Risiko zur Krampfneigung – und damit ist (ich habe gaaanz oft nachgefragt) nicht die Neigung zu Wadenkrämpfen oder meinem Angstgezitter gemeint, sondern schlicht Epilepsie. Und das ist ja ne richtige Krankheit – sowas habe ich nicht 😉

Also werde ich so eine Vierteltablette ja wohl überlegen und kann schon mal schauen, wie und ob sich das anfühlt. Ich glaube soviel Eier sollte ich schon in der Hose haben, wenn ich noch irgendwann mal aus diesem Schlamassel raus will. Das mit der Galenik und dem Teilen der Tablette hat mich aber schon verwirrt, so dass ich schon am Überlegen bin, ob ich nicht einfach die ganze Tablette reinhauen soll und fertig. Er sagte aber schon, dass es (wor allem) am Anfang zu einer gewissen Agitierung kommen kann und das war ja auch der Grund (um mir alle Sorgen zu nehmen) für die Ansage mit der Aufteilung der Tablette. Nun gut, da es schon andere gemacht haben….

Ohh – ich habe eine ‚Idee‘, warum die nicht geteilt werden darf: Wenn man die teilt oder zerbröselt (vielleicht um die leichter einzunehmen), um dann doch die ganze Menge zu nehmen, DANN ist das mit der Wirkstoffmenge/Zeit nicht mehr so dolle und es könnte zu einem zu starken Plasmaanstieg kommen?! JO, das nehme ich mir mal so als Spackentheorie hin, damit ich mir das traue. Ich bin schon doll 😉

Ok, papperlapiep. Wir werden sehen, ob ich morgen vollzug melden kann. Das wird nen spannendes Ding. Wahrscheinlich passiert garnichts und mit Glück rede ich mir auch nix schlimmes ein. Dann wird alles gut und ich kann mal in einigen Tagen schauen, ob sich dann eine echte Wirkung einstellt. Da wird es dann interessant, was es macht. Trevilor, die zweite? Ich meine bzgl. der damaligen positiven Wirkung, dass wäre das ja der Traum schlechthin. Ich werde sehen.

LG Petrocelli

Links, rechts, Wechselschritt. Und wieder…

Tja, seit meinem letzten Post ist doch einiges an Zeit vergangen. Was ist inzwischen passiert?

Mittlerweile habe ich mich von Baclofen verabschiedet – jedenfalls als therapeutisches Mittel. Noch schleiche ich aus, bin bei den letzten 5mg am Tag.
Baclofen hat mich enfach zu sehr gedämpft. Ich konnte kaum noch meiner Arbeit nachgehen. Die anxiolytische Wirkung war sicherlich vorhanden, aber nicht wie ich mir das gewünscht hätte. Im Verhältnis zur Angstlösung war die Dämpfung für mich viel zu stark – auch nach Wochen noch. Die beschriebenen Magenprobleme sind im übrigen weitestgehend zurückgegangen.

Seit dem ich Baclofen runterfahre nehme ich Baldrian in höheren Dosen (~2gr/d). Ein Scherz? Nein, aber nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Nach 2 Wochen tritt langsam eine spürbare Beruhigung ein – das Baldrian ein Spiegelmedikament ist, wird zu oft vergessen 😉 Dennoch reicht es nicht wirklich aus, aber zu Hause ist es damit erträglich.

Wo geht es hin? Naja, ich weiss nicht, ob es nur typisch für Angsterkrankte ist, aber ich finde es ’normal‘, dass ich nicht hinnehme, das Baclofen leider nicht mein Mittel ist.

Im letzten Post hatte ich von meiner Theorie bzgl. Dopamin, Elontril, ADHS, etc. geschrieben. Ich bin noch immer der Meinung, dass dies eine Option ist. Im Gegensatz zum Versuch mit Baclofen will ich dieses mal aber keinen solchen Alleingang mehr machen. Ich habe gemerkt, dass es das einfach nicht einfacher macht. Ich will damit nicht dagen, dass es mit Arzt geklappt hätte – ganz sicher nicht. Aber ein Angsthase möchte gerne viele Fragen stellen und selbst wenn er die Antwort vielleicht nicht hören will, so braucht er doch jemanden, dem er die Frage stellen kann.

Die Diagnose von ADHS im Erwachsenenalter ist jedoch keine ‚einfache Sache‘. Im Gegenteil, es gibt noch immer genug Ärzte, die glauben ADHS verschwindet am Ende der Jugend wie von Geisterhand. Die Kombination von ADHS und einer Angststörung und/oder Depression ist jedoch eine plausible Annahme, denn Erwachsene ‚hüpfen‘ weniger unbedarft in der Gegend rum oder springen in einem Meeting auf, um die Bauerbeiter vor de mFenster zu beobachten. Die Psyche sucht sich hierdurch womöglich andere ‚Kanäle‘, diesem inneren Drängen nachzukommen (Kampf/Flucht Symptomatik der Angststörung) oder zerbricht an diesem Verbot (Depresson).

Um das Ganze in kontrollierte Bahnen zu bekommen, werde ich am 9. Februar in einer Fachklinik (die sich wundersamer Weise in unserer Nähe befindet) eine entsprechende Diagnose beginnen. Das Ganze geht über mehrere Termine und kann einige Wochen dauern.

Sicher könnte ich wenigstens mein Elontril auch so nehmen, jedoch gibt es bei einer positiven Diagnose nicht nur medikamentöse Lösungen, sondern auch ein psychotherapeutischer Ansatz wäre dann ein Anderer. Vielleicht dann ja im Gegensatz zu meinen bisherigen X erfolglosen Therapien dann eine Erfolgreiche?

In jedem Fall werde ich vorerst nicht aufgeben einen Weg zu finden. Für Jemanden, der seit einem viertel Jahrhundert danach sucht, ein leichter Spruch 😉

LG Petrocelli